Besenreiserverödung (Sklerosierung)

Besenreiser sind harmlose erweiterte, kleine Hautvenen, die von außen sichtbar sind. Streng genommen sind sie eine Form von Krampfadern, die rötlich bis bläulich durch die Haut schimmern.

Weil ihr Aussehen an einen Reisigbesen erinnert, werden sie umgangssprachlich „Besenreiser“ genannt. Auch Begriffe wie „Besenreiservarizen“ oder „Besenreiservarikosis“ stehen für diese Krampfaderform.

Wenn Sie diese Äderchen optisch stören, können Sie sie in einer ambulanten Behandlung veröden lassen. Je nach Ausprägung sind dafür eine oder mehrere Sitzungen notwendig. Dazu werden die erweiterten Gefäße mit einem Verödungsmittel durchspült, das zu einer leichten Entzündung der Venen führt. Anschließend wird ein Kompressionsverband angelegt. Dieser muss Tag und Nacht getragen werden und kann nach drei Tagen vom Patienten selbst entfernt werden. Unmittelbar nach der Behandlung sollte ein etwa halbstündiger, schneller Spaziergang, Radfahren oder Gymnastik angeschlossen werden.

Das erwünschte Verschwinden der oberflächlichen Venen tritt in der Regel drei bis acht Wochen nach der Behandlung ein. Durch die bewusst herbeigeführte leichte Gefäßentzündung können die verödeten Venen zunächst deutlicher sichtbar oder sogar tastbar werden. Beim größten Teil der Patienten wird ein sehr guter Verödungserfolg erreicht.

Die Besenreiser-Verödung wird vorzugsweise in der kühleren Jahreszeit (Herbst bis Frühjahr) durchgeführt. Eine vorangehende Untersuchung, ob die Sklerosierung bei Ihnen die richtige Behandlung darstellt, führe ich immer mit entsprechender individueller Beratung durch.